Was für ein Staat ist Österreich?

Österreich ist eine unabhängige demokratische Republik mit circa 8,7 Millionen Einwohnern und Mitglied der Europäischen Union. Österreich ist ein Bundesstaat mit neun Bundesländern: Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien.

 

In jedem Bundesland gibt es eine Landeshauptstadt, von der aus es verwaltet wird. Die Landeshauptstädte sind: Eisenstadt (Burgenland), Klagenfurt (Kärnten), Sankt Pölten (Niederösterreich), Linz (Oberösterreich), Salzburg (Salzburg), Graz (Steiermark), Innsbruck (Tirol), Bregenz (Vorarlberg), Wien (Wien)

 

Wien ist zugleich die Hauptstadt Österreichs, hier ist der Sitz der Regierung. Staatsoberhaupt ist der Bundespräsident. Er vertritt die Republik nach außen. Alle fünf Jahre wählt das Volk ein Parlament. Auch der Bundespräsident wird vom Volk gewählt. Männer und Frauen ab 16 Jahren dürfen wählen. Der Bundespräsident ernennt die Regierung, das Parlament muss zustimmen. Die Mehrheit im Parlament kann die Regierung oder einzelne Regierungsmitglieder absetzen.

Welche Staatsform hat Österreich?

Österreich ist eine freie und demokratische Republik. Öster­reich ist ein Rechtsstaat – das bedeutet:

  • Die Menschenrechte sind gesetzlich garantiert.
  • Es herrscht Gewaltentrennung – staatliche Befugnisse sind auf mehrere Organe verteilt (Gesetzgebung – Parlament; Gesetzesvollzug – Bundesregierung, Landesregierung; Rechtsprechung – unabhängige Gerichte).
  • Vorrang des Gesetzes: Keine staatliche Institution darf gegen geltende Gesetze verstoßen. Jeder Einzelne kann seine Rechte durchsetzen, die zuständigen Behörden helfen dabei.

Die Würde jedes Menschen in Österreich ist unantastbar. Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Körperstrafen sind ebenso verboten wie die Todesstrafe. Jeder darf seine Meinung frei äußern, aber niemanden damit beleidigen. Auch die Freiheit der Presse ist garantiert. Die Bürger dürfen sich friedlich versammeln. Jede dieser Freiheiten endet dort, wo sie die Freiheiten und Rechte anderer Menschen verletzt.

Welche Gesetze gelten in Österreich?

Die Gesetze werden vom Parlament beschlossen. Die Gesetze sind Grundlage allen Handelns und stehen auch über religiösen Vorschriften. Keine Religion darf sich gegen das Gesetz wenden. In Österreich gibt es ein Strafrecht. Religiöse Vorschriften wie die Scharia haben keine Wirkung, auch nicht für Ausländer. Ihre Anwendung wird bestraft, wenn sie gegen österreichische Gesetze verstößt.

Ab wann kann man bestraft werden?

Ab 14 Jahren ist jede Person in Österreich strafmündig und kann bestraft werden; das gilt auch für Ausländer.

Welche Feste feiern die Österreicher?

Welche davon sind religiöse Feste?

Die Österreicher feiern Weihnachten am 24. Dezember und Ostern am Ostersonntag (im März oder April). Beides sind christliche religiöse Feste. Sie werden aber aus Tradition auch von Menschen gefeiert, die keiner Religion angehören. Zu Weihnachten machen viele Menschen einander Geschenke, auch wenn sie keine Christen sind. Die meisten Kinder, auch wenn sie nicht getauft sind, bekommen Weihnachtsgeschenke. Und zu Ostern isst man bunt gefärbte Ostereier – die Kinder müssen sie zuerst suchen, weil die Eltern sie vorher versteckt haben. Wenn Ihnen jemand etwas zu Weihnachten oder zu Ostern schenkt, will diese Person Sie deshalb nicht zum Christentum bekehren. Sie will Ihnen nur eine Freude machen.

Mein Kind hat im November vom Kindergarten eine Laterne für den

Umzug am „Martinstag“ heimgebracht. Ist der heilige Martin eine

christliche Figur?

Ja, aber fast alle Kindergärten machen am Martinstag ­einen Laternenumzug, an dem auch Kinder ohne Bekenntnis oder muslimische Kinder teilnehmen. Der heilige Martin steht für Zuwendung zu anderen Menschen, für Hilfs­bereitschaft und Teilen.